Gardenia jasminoides 栀子

 

Die Gardenie Jasminoides heißt auch Jasminglanzfrucht oder Chinesische Gelbbeere. Der englische Name lautet „Cape Jasmine Fruit“, der chinesische Name „Zhi Zi“. Sie wird in Europa gerne als Zierpflanze verwendet und hat deshalb auch den Spitznamen „Knopflochblume“ oder „Blumen-Gardenie“.

Die Gardenie ist ursprünglich in Südchina, Vietnam und Japan zu Hause.Es ist ein immergrüner Strauch, die ledrigen Laubblätter sind glänzend und dunkelgrün. Die stark duftenden Blüten sind anfangs weiß und nehmen später eine gelbe oder orangene Färbung an. Die Blütezeit ist von Dezember bis März. Die Gardenie bildet orangefarbene Beeren. Sie mag frostfreie Gebiete und als Zimmerpflanze einen kühlen Standort.

In der klassischen chinesischen Medizin wird Zhi Zi häufig eingesetzt: Zunächst nutzen die Chinesen den intensiven Jasmin-Duft der Gardenie, um den Geist und Gemüt zu erfrischen und zu entspannen. Vor allem bei Stress soll der Duft gemäß der klassischen chinesischen Medizin beruhigend wirken und den Energiefluss des Chi in Bewegung bringen.

Außerdem werden die reifen, getrockneten Früchte der Gardenie verwendet. Zwischen September und November werden die gelbroten Früchte geerntet und anschließend kurz überbrüht und dann getrocknet. Die Früchte müssen trocken und gut belüftet gelagert werden.

In der klassischen chinesischen Medizin werden die Tees verwendet zur Linderung von Unruhe und Gereiztheit durch Hitze-Heteropathien (Hautrötungen), bei Schlaflosigkeit, Delirium, Druck in der Brust und bei geröteten, geschwollenen und schmerzenden Augen.

Sie werden auch eingesetzt bei rötlichem Urin, Harntröpfeln beim Wasserlassen, blutigem Urin beim Urinieren.

Äußerlich werden die Blütenblätter angewendet bei Prellungen und Verstauchungen. Bei Schürfungen und kleinen Wunden sollen die Blätter desinfizierend wirken.

Man sollte die Gardenie meiden bei einer Schwäche der Milz oder bei Durchfall.

Nachgewiesen ist eine pilzabtötende, antibakterielle, beruhigende, blutdrucksenkende, galletreibende und abführende Wirkung der Gardenie. Außerdem ist eine positive Wirkung bei Schwellungen nachgewiesen.

Da alle Teile der Gardenie giftig sind, sollte man vor der Einnahme den Rat eines Arztes oder Heilpraktikers einholen.

 

  Lonicera japonica 忍冬

 

Das Japanische Geißblatt (Lonicera japonica) wird auch Yin hua, nämlich Silber-Blüte genannt, denn die Pflanze blüht gemischt gold-gelb und silbrig-weiß. So nennt man es auch die „Gold-Silber-Blüte“ aufgrund des intensiven Dufts.

Das Japanische Geißblatt ist weit verbreitet, unter anderem in Ostchina, Japan und Korea. In Europa, Afrika, Australien und Amerika wurde die Pflanze eingebürgert.

Die Pflanze ist ein immergrüner Strauch. Die Kletterpflanze kann 3 bis 5 Meter hoch werden. Sie blüht ab Mai über viele Monate, die Blüten sind zunächst weiß, später färben sie sich gelb. Aus einem Kelch entspringen zwei Blüten. Ihr Duft ist betörend, besonders gegen Abend. Das japanische Geißblatt mag einen Platz mit Sonne oder leichtem Schatten, auf alle Fälle liebt sie die Wärme, sie verträgt Wind wie auch meistens leichten Frost.  

Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin ist das japanische Geißblatt eines der wichtigsten Mittel der Wundmedizin. Sie wird angewendet bei Furunkeln, Karbunkeln, Abszessen und eitrigen Geschwüren. Für die Anwendung bei Eiter wird empfohlen, die Pflanze mit anderen Pflanzen zu kombinieren. Hier braucht es unbedingt den Rat eines erfahrenen Experten der traditionellen chinesischen Medizin. Bemerkenswert: Die Pflanze schädigt nicht, wie andere Pflanzen mit ähnlichen Wirkungen, den Magen. Aufgrund ihres Dufts wirkt die Pflanze beruhigend. Sie wird auch bei Halsschmerzen, Halsschwellung, Fieber und Kopfschmerzen gegeben, gemäß der chinesischen Medizin.

 

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