Paeonia lactiflora 芍药

 

Die Pfingstrose (Paeonia) gilt auch als „Rose ohne Dornen“ und ist wegen ihrer Schönheit und Anmut bekannt. Sie ist eine Pflanze mit großen weißen, gelben, rosafarbenen oder roten Blüten. Schon in der Antike wurde sie medizinisch genutzt. Der Sage nach soll sie ihren Namen nach Paeon, dem griechischen Gott der Heilkunst, erhalten haben. Sowohl bei Hippokrates wie bei Hildegard von Bingen wurde die Pfingstrose als Medizin eingesetzt.

Die Pfingstrose ist eine mehrjährige Pflanze, die etwa einen Meter hoch werden kann. Die großen Blüten stehen einzeln für sich. Die Naturform zählt fünf Kelchblätter, die ungleich geformt und lang sind. Die Farben der Sorten können sehr unterschiedlich sein. Es gibt wohl mehr als 3000 Gartenformen. Die Blüten mancher Sorten sind heute gefüllt und haben einen Durchmesser von bis zu 13 Zentimetern.

Die rote Pfingstrose - Paeonia rubrae radix (chishaoyao)

In der traditionellen chinesischen Medizin spielt die rote Pfingstrose seine große Rolle. Die Wurzel wirkt gemäß den alten Überlieferungen auf die Leber- und Milz-Funktionskreise. Man setzt sie ein, um Hitze auszuleiten, Blut zu kühlen und zu bewegen, zum Beispiel bei gynäkologischen Beschwerden oder Schmerzen im Bauch. Sie wird unter anderem auch bei Rheumatismus eingesetzt.

Die Milchweiße Pfingstrose – Paeonia lactiflora (Baishao)

Die Milchweiße Pfingstrose wird auch Chinesische Pfingstrose genannt. Sie ist in Zentral- und Ostasien, also in Südsibirien, Mongolei, Tibet und Nordchina bis Russland zu Hause. In Europa wurde sie Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt. Josèphine, die Frau von Kaiser Napoleon, hat die Pflanze mit ihrer Paeonien-Sammlung im Garten des Schlosses Malmaison berühmt gemacht. Heute gilt die Pfingstrose als beliebter Zierstrauch, eine neue Züchtung ist sogar nach dem berühmten Kinder-Fernsehstar Shirley Temple benannt.

Die Milchweiße Pfingstrose wird 50 bis 60 Zentimeter hoch. Die Wurzeln können bis zu einem Meter lang werden. Die Pflanze liebt den Halbschatten.

Die Wurzeln werden in der traditionellen chinesischen Medizin vielfältig genutzt: Sie wird bei Schlafstörungen und unruhigen Träumen eingesetzt. Gleichzeitig gelten die Wurzeln gemäß der traditionellen chinesischen Medizin als blutanregend wie blutreinigend. Sie ist gut für die Leber und die Milz, sie hilft bei überstarker Schweißbildung. In der Frauenheilkunde wird sie bei Unregelmäßigkeiten der Menstruation eingesetzt.

Die Blütenblätter der Pfingstrose werden gerne Teemischungen beigesetzt. Die Gartenpfingstrose verfügt insgesamt über eine beruhigende und krampflösende Wirkung. In Arzneimitteln findet man die Pfingstrosenblüten unter anderem bei nervösen Beschwerden und Herzbeschwerden. Die Wurzeln werden eingesetzt bei verschiedenen Krämpfen, außerdem unter anderem bei Rheumatismus.

In der klassischen Homöopathie gilt die Paeonia zum Beispiel bei Krankheiten des Magen-Darm-Traktes, des Gefäßsystems und bei Beschwerden durch Hämorrhoiden oder anderen Erkrankungen des Afters als hilfreich.

WARNUNG: Gewarnt wird ausdrücklich vor der Selbst-Medikamentation mit Hilfe der Pfingstrose. Sie enthält ein ätherisches Öl, das giftig sein kann.

 

 

Paeonia suffritucosa 牡丹

 

Die Strauch-Pfingstrose wird auch Baum-Pfingstrose genannt und hat ihre Heimat in China, oft im Hochgebirge. Gemäß den Quellen gibt es die Pflanze dort schon seit mehr als 2000 Jahren. Sie ist ein Symbol für Reichtum und Fülle und gilt als die „Königin der Pflanzen“. So werden ihre Blüten gerne als Glücksbringer auf die Bettdecke verteilt.

Die Strauch-Pfingstrose wird 1,5 Meter groß, manchmal sogar bis zu fünf Meter. Manche Strauch-Pfingstrosen werden bis zu 60 Jahre alt. Sie mag einen sonnigen Standort mit durchlässigem Untergrund, auf keinen Fall Staunässe. Die Blütezeit reicht von April bis Mai oder Juni. Die Blüten der Wildform sind einfach, die Zuchtformen können ebenfalls einfach oder gefüllt sein. An einem Stängel zählt man jeweils eine Blüte. Vielfältig sind die Farben.

Die circa einen Meter lange Wurzel wird in der traditionellen chinesischen Medizin vielfältig genutzt: Sie wird bei Schlafstörungen und unruhigen Träumen eingesetzt. Gleichzeitig gelten die Wurzeln gemäß der traditionellen chinesischen Medizin als blutanregend wie blutreinigend. Sie ist gut für die Leber und die Milz, sie hilft bei überstarker Schweißbildung. In der Frauenheilkunde wird sie bei Unregelmäßigkeiten der Menstruation eingesetzt.

WARNUNG: Gewarnt wird ausdrücklich vor der Selbst-Medikamentation mit Hilfe der Pfingstrose. Sie enthält ein ätherisches Öl, das giftig sein kann.

 

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