Der Schlafbaum - Albizia Julibrissin 合欢

 

Der Schlafbaum heißt auch Seidenbau oder Seidenakazie, sein englischer Name lautet Silktree Albizziae Flower. Der Schlafbaum heißt so, weil er tagsüber seine Blätter entfaltet und nachts zusammenklappt. Er gehört zu den Mimosengewächsen und stammt aus dem Iran und Pakistan, er kommt aber auch im Himalaja und in Zentralchina vor. In den USA und bei uns wird er als Zierbaum gehalten. Als Zierpflanze in Nordamerika und Südeuropa bietet er Kolibris und Hummeln Nahrung.

Der Schlaf- oder Seidenbaum wird nur 30 Jahre alt. Er wird sechs bis acht Meter hoch. Die Borke ist dunkelgrau, seine Rinde besitzt an den jungen Zweigen gelblich-braune Haare. Seine Blätter sind 20 bis 30 Zentimeter lang und doppelt gefiedert. Die Blüten sind hellrosa und haben kugelige Köpfchen.

Der Schlafbaum braucht ein humosreiches Erdreich, das sandig und mit Kies versetzt sein sollte. Der Standort sollte in der vollen Sonne sein, der Baum verträgt aber auch Halbschatten. Er sollte im Kühlen überwintern, aber nicht im Frost. Er braucht sehr viel Wasser, aber es darf keine Staunässe geben, dann wird der Baum von Schädlingen befallen.

 In der klassischen chinesischen Medizin wird die Borke äußerlich bei Furunkeln, Karbunkeln und Schwellungen eingesetzt. Innerlich gegen Lungenabszesse. Die Blüten werden verwendet bei Schlaflosigkeit, Atemlosigkeit und Gedächtnisschwäche.

Der Schlafbaum, so die klassische chinesische Medzin, beruhigt den Geist, lässt das Leber-Qui fließen und wirkt gegen Reizbarkeit, Besorgnis, Depression, Vergesslichkeit, Unruhe und Enge der Brust durch Gefühle.

Werden die frischen Blütenblätter mit der Leber von Huhn, Lamm oder Schwein zubereitet und verzehrt, so soll das gemäß der klassischen chinesischen Medizin bei Rötungen der Augen helfen und die Sehkraft verbessern.

 

 

 

Chinesische Klettertrompete - Campsis grandiflora 凌霄

 

Die Klettertrompete (Campsis grandiflora) gibt es in zwei Herkunftsländern und zwei Arten, nämlich in Nordamerika und China. In China hat sie den wunderschönen Namen „Dem Himmel sich nähernde Blume“. Sie kann bis zu 50 Jahre alt werden.

Die Pflanze wird 6 bis 12 Meter hoch. Ihre Blätter sind gefiedert und haben meist sieben bis elf Blättchen. Die großen Blüten leuchten im Sommer orange bis rot und gelb und haben die Form von Glocken oder Trompeten.

Die chinesische Klettertrompete mag viel Sonne und Wärme, aber keine Zugluft. Sie möchte es gerne feucht, aber sie verträgt keine Staunässe. Sie sucht und braucht eine Rankhilfe. Am wohlsten fühlt sie sich an einer Mauer, so wurde sie schon oft zum Verkleiden von Mauern genutzt oder als Spender von Schatten für Lauben. Sie sollte zeitig im Frühjahr zurückgeschnitten werden, so dass sie neu austreiben und Blüten bilden kann. Wer kann, lässt die Pflanze in der Garage oder in einem anderen geschützten Raum überwintern. Ansonsten schützt man ihre Wurzeln mit Tannengrün und ähnlichem vor Frost.

In der traditionellen chinesischen Medizin wird die chinesische Klettertrompete dem Funktionskreis der Leber zugeordnet.

Sie gilt als hilfreich bei Blutstagnation. So soll sie bei Hitze-Gefühlen im Kopf helfen. Bei Ekzemen und Juckreiz wird eine Auflage aus zerriebenen oder zerstampften Blättern in der chinesischen Medizin empfohlen. Sie ist beruhigend, diese Wirkung entfaltet sich auch bei einer dicken und rötlichen Tropfnase, immer gemäß der traditionellen chinesischen Medizin.

Achtung: Die chinesische Kletterpflanze soll nicht bei einer Schwangerschaft wegen ihrer diuretischen Eigenschaften gegeben werden. Auch bei Erschöpfung darf diese Pflanze nicht zum Einsatz kommen.

 

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