Zutaten: 1 normale Salatgurke, 1 Knoblauch-Zehe, Salz, chinesischer Essig (Asia-Shop), chinesischer Zucker (Asia-Shop), helle Soja-Sauce (Asia-Shop), geröstetes Sesamöl (Asia-Shop).

 

-         Die Gurke schälen (wer eine Gurke aus dem eigenen Garten hat, braucht sie nicht zu schälen), beide Enden abschneiden. Dann die Gurke in sechs Stücke schneiden und jedes Stück vierteln oder sechsteln. Auf einer Schale hübsch anordnen.

-         Die Knoblauchzehe klein schneiden und über den Gurken-Stückchen verteilen.

-         Einen 1/2 Ess-Löffel Zucker, einen 1/2 Ess-Löffel Salz, 1 Tee-Löffel Sesamöl und 2i Ess-Löffel Soja-Sauce mit 1 Ess-Löffel Essig anrühren.

-         Diese Sauce über den Gurken verteilen und einziehen lassen. Erst kurz vor dem Verzehr umrühren.

 

Das Besondere: Gemäß der klassischen chinesischen Medizin spendet dieser Salat im Hochsommer Kühlung. Da er nicht leicht verdaulich ist, sollte er nicht am Abend gegessen werden. Für den Winter wird dieser Salat nicht empfohlen.

 

Zutaten: 4 Eier, 1 Frühlingszwiebel, 3 Gramm Ingwer, Sonnenblumen- oder Rapsöl, einen 1/2 Ess-Löffel Salz, einen 1/2 Ess-Löffel chinesischen Zucker (Asia-Shop), 1 kleine Salatgurke (zum Beispiel aus dem türkischen Gemüse-Geschäft), chinesischer Rohrzucker (Asia-Shop), helle Soja-Sauce (Asia-Shop), 1 Packung MuErr-Pilze (Asia-Shop), 1e Packung Lilienblumen (Asia-Shop).

 

-         Die MuErr-Pilze in Wasser einweichen, bis sie aufquellen. Dann das Wasser abgießen, die Pilze gründlich waschen.

-         Die Lilien im Wasser ein bis zwei Stunden einweichen, bis sie weich sind. Dann das Wasser abgießen, die Lilien gründlich waschen, den harten Stil abschneiden.

-         An den Frühlingszwiebeln die grünen Stängel in feine Ringe schneiden.

-         Den Ingwer in feinste Scheiben schneiden.

-         Die Gurke schräg in feine Scheiben schneiden.

-         Die Eier mit ein wenig Salz und ein wenig kaltem, gekochtem Wasser schlagen.

-         Im Wok-Top 10 Gramm Öl erhitzen, dann die Eier zugeben, etwa 30 Sekunden in Ruhe erhitzen, dann circa 30 Sekunden lang rühren und anschließend auf eine Schale tun.

-         Erneut 10 Gramm Öl im Wok-Topf erhitzen, den Ingwer, die Frühlingszwiebel und die Gurke hinzutun und 30 Sekunden lang unter Rühren erhitzen.

-         Anschließend die Lilien und die MuErr-Pilze hinzufügen, rasch rühren, einen halben Ess-Löffel Zucker, einen halben Ess-Löffel Salz und einen halben Teelöffel Soja-Sauce hinzufügen. Zum Schloss die vorbereiteten Eier mit den Gurken dazutun.

-         Noch einmal rühren und servieren!

 

Das Besondere: Dieses Essen ist mit ein wenig Übung rasch zubereitet und nahrhaft. Die MuErr-Pilze gelten gemäß der klassischen chinesischen Medizin  gut für das Blut wie für das Gehirn. Der Pilz enthält Eisen, Kalium, Eisen, Magnesium, Phosphor und Silizium.

 

Zutaten: 1000 Gramm zarter, tiefgekühlter Fisch (zum Beispiel Pangasius), 20 Gramm Ingwer, 1 Knoblauch-Zehe, 1 Frühlingszwiebel, Sonnenblumen- oder Rapsöl, 300 Gramm Sauerkraut-Fisch (Asia Shop, ohne Konservierungsmittel), Tapioka-Stärke (Asia Shop)

 

-  Den Fisch in Ruhe auftauen lassen (nicht im Herd oder in der Mikrowelle), dann halbieren und schräg feinste Stückchen abschneiden und zwar circa 3 Millimeter dünn und 1,5 Zentimeter lang. Der Fisch wird so geschnitten, dass die Stückchen wie die zarten Blätter einer Blüte aussehen (es sollte kein Brei entstehen).

-  Die Frühlingszwiebel halbieren, die Knoblauch-Zehe in schmale, 2 Zentimeter lange Scheiben schneiden, den Ingwer ebenfalls in feinste Scheiben schneiden. Die Mischung als „Gewürz“ in eine kleine Schale tun.

-  In einer großen Schale das beigegebene Pfeffer-Gewürz des chinesischen Sauerkraut-Fisches mit ein wenig Tapioka-Stärke mischen und die kleinen Fisch-Blütenblätter durchziehen.

-  Im Wok-Topf 25 Gramm Sonnenblumenöl erhitzen, die „Gewürz“-Mischung aus Frühlingszwiebel, Knoblauch-Zehe und Ingwer kurz erhitzen und umrühren.

-  Dann sofort den Sauerkraut-Fisch hinzugeben und 30 bis 60 Sekunden unter Rühren erhitzen.

-  Langsam den fein geschnittenen Fisch dazugeben, kaltes Wasser beimengen, bis die gesamte Mischung bedeckt ist.

-  Die Mischung auf mittlerer Hitze zwei bis drei Minuten kochen lassen.

-  Dann servieren. Nach Geschmack kann man die Würzmischung des Sauerkraut-Fisches hinzufügen (Achtung: Die Fertigmischung kann scharf sein).

 

Das Besondere: Dieses Fisch-Gericht ist im Süden von China beliebt. Wenn das Wetter heiß und feucht ist, gilt die Mahlzeit als besonders erfrischend und appetitanregend.

 

Zutaten: 1 Pfund zartes, nicht mageres Schweinefleisch vom Bauch (ohne Schwarte), Salz, Ingwer, dunkle Sojasauce (Asia Shop), 1 Packung süßes Schilfrohr (Phragmites communis, Asia Shop), 2 Kilogramm klebriger Reis (Asia Shop)

Dazu 1 Rolle ungebrauchtes, kräftiges Garn oder unbenutzte, dünne Packschnur, 1 chinesisches Ess-Stäbchen.

 

-       Den rohen Reis gründlich waschen und trocknen lassen. Dann den Reis mit Soja-Sauce würzen.

-       Das Schweinefleisch in daumengroße Würfel schneiden, anschließend mit Salz, dunkler Soja-Sauce und vier bis fünf feingeschnittenen Ingwer        Scheiben würzen. 

-        An den Blättern des Schilfrohrs den harten Stilansatz abschneiden, aus zwei bis drei Blättern jeweils eine Tüte formen. Am besten hält man als Rechtshänder die geformte Tüte in der linken Hand und füllt dann mit der rechten Hand in jede Tüte zunächst Reis, dann ein bis zwei Würfel Schweinefleisch (mit dem Ess-Stäbchen behutsam andrücken) und schließlich mit Reis auffüllen.  Das „Päckchen“ mit den überstehenden Blatt-Teilen schließen und mit dem   Garn sanft, aber fest umwickeln (ähnlich einer Roulade).

-       Die 30 bis 40 „Päckchen“ in einen Topf tun und mit Wasser bedecken. Anschließend lässt man sie fünf bis sechs Stunden lang auf niedriger Temperatur   köcheln (es darf auf keinen Fall sprudeln). Bitte regelmäßig prüfen, ob noch genügend Wasser im Topf ist. Man kann nebenbei sauber machen oder lesen, bis die Wunder-Päckchen von außen nach innen gar geworden sind.

-       „Zong zi“ schmeckt frisch am besten. Die Blätter sind nicht zum Verzehr gedacht. Man kann die „Wunder-Päckchen“ auch einfrieren und jederzeit gefroren in kochendes Wasser tun, kurz aufkochen und dann genießen.

 

Das Besondere: „Zong zi“ war und ist in China im Sommer sehr beliebt, denn die Blätter konservieren den Reis und das Fleisch. Früher wurden die „Zong zi“ in einem Behälter in einen kühlen Brunnen herabgelassen – und nach der Arbeit heraufgeholt und sofort verzehrt.

Fast jede Region, ja jede Familie hat ihr eigenes Rezept für „Zong zi“. Wie bei einem „Wunder-Päckchen“ wurde das Fleisch im Reis „versteckt“. Auf den Dörfern „versteckte“ man früher „nur“ einen Fleisch-Würfel, bei uns im Westen kann man zwei Fleischstücke als „Wunder“ in den Reis verpacken. Durch das lange Kochen durchdringen die Düfte der Blätter und Gewürze wie Ingwer und Soja-Sauce sowohl den Reis wie das Fleisch. Für den europäischen Geschmack ist es eine ungewohnte, aber feine Delikatesse. Wer möchte, kann sein eigenes Rezept für „Zong zi“ entwickeln, vielleicht mit Kräutern der Provence. Der eigenen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Gemäß der klassischen chinesischen Medizin wärmt der klebrige Reis von „Zong zi“ den Magen und den Darm, verhindert spontanes Schwitzen und beruhigt eine nervöse Blase. Ältere Menschen, Kinder oder Kranke sollten diesen Reis nicht zu viel auf einmal essen, da er nicht leicht zu verdauen ist. Für Diabetes-Patienten ist das Gericht nicht geeignet.