Wir beginnen mit dem Frühling! Nach einem kalten Winter freuen sich alle auf mehr Licht und Wärme. Es bedeutet aber auch, dass der Körper sich von der Kälte auf eine wärmere Periode umstellen muss. Für ein gesundes Kind ist das leicht, doch mancher Erwachsener tut sich damit schwer. Schon die Sprache sagt es, wenn man zum Beispiel von der „Frühjahrsmüdigkeit“ oder der „Frühjahrsgrippe“ spricht.

 

Warum also nicht den Körper jetzt mit einer Mahlzeit nach chinesischem Rezept bei der Umstellung von „Kalt“ auf „Warm“ unterstützen? Beim Kochen gilt: Die chinesische Küche ist nicht nur ein reines Handwerk, sondern eine Kunst. Jeder kann und soll das Rezept durch Übung und Ausprobieren auf seine individuellen Bedürfnisse abstimmen. Das gehört dazu! Die meisten Zutaten sind im normalen Lebensmittel-Geschäft oder Supermarkt erhältlich, einige nur im Asia-Shop. Und noch etwas: „Gut geschnitten – ist halb gekocht!“ Für die chinesische Küche müssen praktisch alle Zutaten fein geschnitten werden. Knoblauch, Ingwer oder Mohrrüben werden zum Beispiel so hauchdünn geschnitten, dass die Messerklinge durch die Scheiben durchschimmert. Dabei achtet der Chinese darauf, dass die Schnittflächen möglichst groß sind, also lieber schräg als senkrecht schneiden. Warum? Über die großen Flächen können die Lebensmittel schnell und gut die Gewürze aufnehmen und müssen nur noch kurz gebraten, gekocht oder gedünstet werden. Zum Braten oder Kochen mit Öl wählt man unbedingt ein Öl, das hohe Temperaturen verträgt, zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl. Bitte kein Olivenöl und keine Butter! Sesamöl eignet sich zum Verfeinern der Speisen am Schluss, nicht jedoch zum Braten oder Kochen.

 
 

 

Alle Rechte liegen bei Dr. Hua Zou, Kurfürstenanlage 59, 69115 Heidelberg, Telefon 06221/18 99 74.

 

 

 

 

1. Rezept: Rindfleisch mit süßen Peperoni

2. Rezept: „Die Eier der fünf Düfte“ für Partys oder als Reise-Proviant

3. Rezept: Tofu mit Chinakohl

4. Rezept: Krabben-Algen-Suppe

Allgemeines Rezept für Patienten: Ein Eier-Rezept zur Stärkung und Genesung:

 

Zutaten: Eier, Öl, Essig, Salz, Mineralwasser, helle Soja-Sauce (Asia-Shop), Sesam-Öl (Asia-Shop) Sichuan-Pfeffer (Asia-Shop)

Man öffnet das rohe Ei an einem Ende so, dass man das Innere in eine Schüssel gießen kann, die Schale aber zu Dreiviertel erhalten bleibt. Anschließend misst man mit der Eierschale Mineralwasser ab – und zwar pro Ei eine halbe Eierschale!!! Eier und Wasser, dazu ein wenig Salz, werden mit dem Schneebesen geschlagen (nicht mit der Maschine!).

Man reibt einen feuerfesten Becher oder ein anderes Gefäß mit Öl ein, damit die Eiermasse nicht anhaften kann. Anschließend wird die Eiermasse eingefüllt, nach eigenem Geschmack gibt man ein wenig Essig und Sichuan-Pfeffer für Erwachsene, für Kinder Sesamöl oder Sojasauce dazu.

Das Gefäß stellt man für 10 bis 15 Minuten in einen Topf mit kochendem Wasser, so dass die Eiermasse langsam und behutsam gegart wird. Mit einer Gabel kann man prüfen, wann die Eiermasse fest ist.

Mit dieser Methode werden Eier so zubereitet, dass sie gemäß der klassischen chinesischen Medizin leicht verdaulich sind und dem Körper Flüssigkeit und Energie liefern. Dieses Gericht eignet sich für Kranke, Patienten auf dem Wege zur Genesung und für Mütter nach der Entbindung. Man kann dieses Gericht aber auch einem Gast servieren, der eine lange Reise hinter sich hat.

Allgemein: Weitere Rezepte und Hinweise zur gesunden Ernährung gemäß der klassischen chinesischen Medizin gibt es auf zwei Seminaren von Dr. Hua Zou. Das eine Seminar behandelt die Theorie, im zweiten Seminar gibt es praktische Anleitungen.